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Teilungserklärung

Zur Bildung von Teileigentum hat der Eigentümer dem Grundbuchamt gegenüber eine Erklärung abzugeben, nach der er das Gebäude in Wohnungseigentum teilt (= Teilungserklärung). Hierzu sind eine Abgeschlossenheitsbescheinigung des zuständigen Bauordnungsamtes und ein Aufteilungsplan erforderlich sowie die Aufteilung des Grundstückes samt Gebäude in Bruchteilseigentum (= Miteigentumsanteile).

Die einzelnen Miteigentumsanteile werden sodann im Wohnungsgrundbuch eingetragen.

Zeitmietvertrag

Dieser liegt vor, wenn der Tag des Mietvertragsendes kalendermäßig bestimmt oder bestimmbar ist. Das Mietverhältnis endet dann mit Ablauf dieses Tages. Eine ordentliche Kündigung ist während der Laufzeit des Vertrages grundsätzlich ausgeschlossen, wobei die Rechtsprechung zwischenzeitlich Ausnahmen in engem Rahmen zulässt.

Wohnberechtigungsschein (WBS)

Der WBS ist eine Bescheinigung, die den Mieter zum Bezug einer öffentlich geförderten Wohnung berechtigt.

Voraussetzung zum Erhalt eines Wohnberechtigungsscheines ist, dass bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschritten werden. Diese Grenzen können von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein, betragen jedoch in der Regel 12.000,00 EUR jährlich für die 1. Person, 6.000,00 EUR für die 2. und je 4.100,00 EUR für jede weitere Person im Haushalt.

Beantragt wird der WBS bei der für den Wohnort des Wohnungssuchenden zuständigen Stadt-/Gemeindeverwaltung, er ist 12 Monate gültig und muss vor Unterzeichnung des Mietvertrages an den Vermieter übergeben werden.

Im WBS ist angegeben, zum Bezug welcher Wohnung er berechtigt, wobei sich die Wohnungsgröße nach der Personenzahl der Familie des Wohnungssuchenden richtet.

Außerdem gibt es spezielle Wohnberechtigungsscheine für bestimmte Personengruppen (kinderreiche Familien, Senioren etc.), die dann jeweils zum Bezug speziell geförderter Wohnungen berechtigen.

Verwalter

Der Verwalter vertritt die Eigentümergemeinschaft als Treuhänder und ist damit „nur“ Beauftragter und damit an die Weisungen der Eigentümergemeinschaft gebunden. Die Bestellung ist personenbezogen und kann deshalb nicht einseitig durch den Verwalter auf einen anderen übertragen werden.

Der Verwalter ist für die ordnungsgemäße Instandhaltung und Instandsetzung des Gemeinschaftseigentums verantwortlich, ebenso für den Abschluss aller notwendigen Versorgungs- und Versicherungsverträge.

Alle Recht und Pflichten des Verwalters sind in § 27 des WEG geregelt, wobei vieles unabdingbar ist. Hierzu gehören insbesondere die Aufstellung von Wirtschaftsplan und Jahresabrechnung sowie die Abhaltung mindestens einer jährlichen Eigentümerversammlung. Außerdem ist er berechtigt und auch verpflichtet, die Beschlüsse der Eigentümerversammlung durchzuführen.

Die Einzelheiten der Verwaltung, insbesondere auch die hierdurch entstehenden Verwalterkosten, werden in einem Verwaltervertrag gesondert vereinbart. 
  

Tierhaltung

Die Tierhaltung kann durch Mehrheitsbeschluss (Wohnungseigentum) oder per Vereinbarung im Mietvertrag (Mietwohnung) untersagt werden. Wobei Kleintiere (Ziervögel, Zierfische, Goldhamster u. ä.) nicht unter die Tierhaltung fallen, sondern grundsätzlich gestattet sind.

Grundsätzlich unzulässig ist eine übermäßige Tierhaltung (z. B. 12 Hunde in einer 2-Zimmer-Wohnung) oder die Haltung/Züchtung von Schlangen, Ratten, Kampfhunden etc.

Teileigentum

Im Gegensatz zum Sondereigentum, das als Begriff für Räume steht, die zu Wohnzwecken dienen (= Eigentumswohnung), bezeichnet das Teileigentum Räume, die nicht zu Wohnzwecken dienen (z. B. Gewerberäume, Läden). Die gesetzliche Regelung gilt im übrigen analog.

Staffelmiete

Hierbei wird eine unterschiedliche Miethöhe für bestimmte Zeiträume bereits im Mietvertrag vereinbart. Dabei muss die Miete jeweils mindestens 1 Jahr unverändert bleiben und betragsmäßig ausgewiesen sein, die alleinige Angabe einer prozentualen Erhöhung genügt den Anforderungen nicht. Die Vereinbarung bedarf zwingend der Schriftform.

Sonderumlage

Hierbei handelt es sich in der Regel um eine Umlage zur Beseitigung von Liquidationsschwierigkeiten z. B. bei einem außergewöhnlichen Reparaturbedarf oder zur Heizölbevorratung. Sie ist von allen Miteigentümern im Verhältnis ihrer Miteigentumsanteile zu leisten und wird im Jahr des Zuflusses in die Hausgeldabrechnung eingestellt.

Sondereigentum

Zum Sondereigentum gehören alle Gebäudeteile, die nicht zwingend per Gesetz oder durch Vereinbarung dem Gemeinschaftseigentum zugeordnet wurden. Insbesondere gehören zum Sondereigentum:

Räume, die im Aufteilungsplan als Sondereigentum bezeichnet wurden und in sich abgeschlossen sind sowie Bestandteile des Gebäudes, die verändert, beseitigt oder eingefügt werden können, ohne dass der Rest des Gebäudes beeinträchtigt wird, insbesondere nicht-tragende Wände, Sanitärgegenstände, Lichtschalter, Innentüren in der Wohnung, Fußbodenbeläge etc.

Protokoll

Zur ordnungsgemäßen Verwaltung gehört es, von jeder Eigentümerversammlung ein Protokoll anzufertigen, es in Kopie an alle Miteigentümer zu versenden und das Original dauerhaft zu verwahren. Es muss Ort, Tag und Zeit der Versammlung enthalten, die Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung, Auflistung der Teilnehmer nebst Miteigentumsanteilen, die Feststellung der Beschlussfähigkeit sowie die einzelnen Tagesordnungspunkte nebst kurzer Darstellung der vorgetragenen Argumente und das jeweilige Beschlussergebnis.

Das Protokoll ist vom Verwalter, dem Beiratsvorsitzenden (sofern vorhanden) und mindestens einem teilnehmenden Miteigentümer zu unterschreiben..